Mittwoch, 09.05.2007 | 13:45 Uhr

Autor: Serendipity

SPELLA Nr. 1

spella1.jpg *spella-, *spellam, germ., st.N. (a): nhd. Erzählung [got., an., anfrk., as., ahd.] (aus Köbler, Gerhard, Germanisches Wörterbuch, 3. Auflage 2003)

… so und mit einem Zitat von Groucho Marx wird uns die jüngste Literaturzeitschrift Deutschlands vorgestellt. Herausgegeben von Schauspieler, Regisseur und Autor Daniel Krauss, Chefredaktion von Maria Brüning, Lektorat von Anne Köhler (Lettrétage Berlin) und Gestaltung von Peter Koch (extra office). DIN A4, Recyclingpapier, Glossumschlag und zwei Heftklammern. Erste Ausgabe: 29. März 2007.

Auf der Webseite heißt es:
„Aus der Synthese von Text, Kunst und Gestaltung sollen einmalige, unverwechselbare Ausgaben entstehen, die für sich selber sprechen.“

Ein hehres Ziel.

Als Zielgruppe werden „Frauen und Männer im Alter ab 25 Jahren mit Freude am Lesen, Liebe zur Kunst und Sinn für Ästhetik. Entscheider aus der Kreativ- und Kulturindustrie, Künstler und Kulturschaffende, sowie kunstinteressierte Laien mit hoher Bildung und überdurchschnittlichem Netto-Haushaltseinkommen. Film- und Theaterschaffende, Musiker und Künstler, Werbeleute und Designer finden in unserer Zeitschrift Stoffe und Inspirationen für neue Projekte und gehen gegebenenfalls Synergien mit den Autoren, bzw. den Künstlern ein. Außerdem wenden wir uns an Reisende, Wartende und Entspannende, die Lust auf anspruchsvolle Geschichten haben. An Partner und Freunde, die sich gegenseitig vorlesen, an Familien und Singles, die ihre begrenzte Zeit einmal nicht vor dem Fernseher verbringen wollen.“

Abgesehen vom Netto-Einkommen gehöre ich da auch dazu.
Ich beginne zu lesen.

Und tatsächlich, alle Geschichten stellen sich als lesenswert und sehr unterhaltsam heraus. Es sind alltägliche Geschichten aus ungewöhnlichen Alltagen. Die Autoren sind keine Debüttanten und den Geschichten haftet etwas bestimmt über fünfundzwanzigjähriges an. Sie sprechen von jenem Zweifel, der die Menschen, wenn sie jenes Alter überschritten haben und der Realität ihres Lebens ins Auge blicken, immer wieder stutzen lässt.

Faszinierend ist die Geschichte, die Gitte Schäfer mit ihren Bildern und Illustrationen erzählt. Einiges davon könnte ich mir auch in meinem persönlichen >potpourri encyclopédique< vorstellen. Leider gehen die Bilder auf den letzten Seiten des Hefts etwas in die Werbefotos über.

Ganz persönlich sind die >Schön, warst du da – biographischen Notizen zu Esther Ernsts Ausstellung „gezeichnete Tage“< von Tim Staffel. Wer sich für Ernsts Werk als Künstlerin interessiert, sollte sich den Kunst-Blog dazu ansehen.

Und mit Susanne Bartschs >Hale Bop< konnte ich endlich mal wieder mit dem skurrilen Humor einer deutschen Schriftstellerin lachen. Danke.

Am 4. Juli 2007 gibt es die zweite Ausgabe der SPELLA. Ich bin gespannt.

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