Dienstag, 13.07.2010 | 00:49 Uhr

Autor: rmatern

Die Datenmaske des Buchagenten

Über Neuerscheinungen auf dem Laufenden zu bleiben, kann mitunter sehr viel Zeit kosten.
Einen sehr speziellen Service hat Andre Schober bereitgestellt. Unter druckfrisches.de können in einer Datenmaske Auswahlkriterien angeben, zudem eine Addy hinzufügt werden, über die man per Mail informiert werden möchte, sobald relevante Neuerscheinungen gemeldet werden. Bücher lassen sich nach Stichworten, z.B. Genres, nach einem Verlag oder nach einem Autor selektieren, ebenfalls nach Sprache und Preis, zudem ist ein Shop wählbar.

Die Maske hat aber keine Suchfunktion. Sobald man ohne Addy die Entertaste betätigt, wird angezeigt, dass Eingaben fehlen. Will man etwas über den Datenbestand erfahren, muss man die Katalogfunktion nutzen: Wie zu erwarten war, datieren die letzten Einträge in der Regel vom Frühjahr 2010. Verlage publizieren vierteljährlich, Ausnahmen gibt es im Bereich Technik. Erstaunt hat mich, dass pro Rubrik nur eine handvoll Titel angezeigt wird, mit dem Zusatz: die letzten Einträge. Unklar kann bleiben, weshalb es die Katalogfunktion überhaupt gibt. Anzunehmen ist, dass die Aktivierung von Rubriken für den Mailservice gespeichert wird.

Wer sich für Belletristik interessiert, für Romane, Prosa, Lyrik und Essays, muss vermuten, dass sie im Katalog unter ‘Sonstige Belletristik’ fallen. Separat aufgeführt sind hingegen ‘Science Fiction und Fantasy’, ebenso ‘Märchen und Erzählungen’. Folgt Andre Schober einem Trend unter jüngeren, interentaffinen, medial verwöhnten Leuten, bleibt allerdings fraglich, ob die Site, auf der die Datenmaske fast den gesamten Raum einnimmt, auch den ästhetischen Bedürfnissen angepasst ist.

Die Besonderheit, die Andre Schober mit seiner Entwicklung bietet, ist der nach Autoren selektierbare Mailservice. Wenn man nicht weiß, in welchem Verlag das neue Buch eines Autors erscheinen wird, ist eine solche Funktion hilfreich. Nicht alle Autoren unterhalten einen eigenen Service. Verlage hingegen informieren gerne. Weil auf den Datenbestand von Libri zugegriffen wird, sind jedoch nicht alle Informationen des Markts verfügbar. Nutzer müssen im Vorfeld abklären, ob die von ihnen gewünschten Informationen lieferbar sind.

Reinhard Matern

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2 Kommentare

  1. Marcel Says:

    Sinnvoller wäre es sicherlich gewesen, die Neuerscheinungen direkt auf der Website zu veröffentlichen, nach Kategorien geordnet. Dann für jede Kategorie einen RSS-Feed anbieten.

    Die Mail-Benachrichtigung hätte man als Zusatzfunktion anbieten können. In der aktuellen Form scheint mir die Website jedoch nicht sonderlich attraktiv. Oder, wie geschrieben, zu speziell.

  2. Druckfrisches.de Says:

    Wir haben Druckfrisches.de kraeftig ueberarbeitet.

    Das Anlegen von Suchauftraegen ist jetzt noch einfacher und die Infos zu Neuerscheinungen koennen auch als RSS-Feed bezogen werden.

    PS: Und wir haben auch die aestehitischen Beduerfnisse unserer Benutzer staerker beruecksichtigt.

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