Freitag, 02.12.2005 | 11:59 Uhr

Autor: Christiane Geldmacher

Ich mache mit Nabokov weiter.

Die Öffentlichkeit ist ein Vampir. Letzte Wünsche von Autoren sind ihr gleichgültig. Der „Fall“ Franz Kafka/Max Brod bezieht sich nicht nur, wie es in dem Artikel in der Welt den Anschein hat, auf Kafkas unvollendete drei Romane – sein Freund Max Brod veröffentlichte auch seine Tagebücher, Briefe und Liebesbriefe. Trotzdem die Parole hieß: Ungelesen verbrennen (der authentische und nicht mit dem Veröffentlicht-werden-kokettierende Wunsch steckt in dem „ungelesen“). Ein Autor kann sich offensichtlich gegen die Veröffentlichung nur schützen, indem er selbst seine Sachen vernichtet. Die Frage ist allerdings: „Kann man das?“ Wie auch immer: Wenn Nabokov gesagt hat, er will nicht, dass sein letztes Romanfragment erscheint, dann will er nicht, dass sein letztes Romanfragment erscheint.
Ende Gelände. Ich sehe da keinen Interpretationsspielraum.

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