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	<title>Literaturwelt. Das Blog.</title>
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	<description>Von Büchern und Menschen.</description>
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		<title>Douglas Preston/Lincoln Child: Cult</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 20:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl ich die Romane von Douglas Preston und Lincoln Child gerne mag, habe ich bei der Anschaffung des neuesten Werks des amerikanischen Autorenduos gez&#246;gert. &#8220;Cult&#8221; hei&#223;t es, und vermeintliche Zombies spielen darin eine tragende Rolle. Die schleimigen und r&#246;chelnden Untoten haben mich noch nie sonderlich interessiert.
Ich h&#228;tte auf mein Gef&#252;hl h&#246;ren sollen. Vor allem wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schreib-lust.de/images/3426198096.jpg" alt="Douglas Preston/Lincoln Child »Cult«" title="Douglas Preston/Lincoln Child: »Cult«" width="155" height="244" img align="right" style="margin-left: 1em"/>Obwohl ich die Romane von Douglas Preston und Lincoln Child gerne mag, habe ich bei der Anschaffung des neuesten Werks des amerikanischen Autorenduos gez&#246;gert. &#8220;Cult&#8221; hei&#223;t es, und vermeintliche Zombies spielen darin eine tragende Rolle. Die schleimigen und r&#246;chelnden Untoten haben mich noch nie sonderlich interessiert.</p>
<p>Ich h&#228;tte auf mein Gef&#252;hl h&#246;ren sollen. Vor allem wegen des unappetitlichen Themas stellt sich beim Lesen dieses 500-Seiten-Romans nicht die Faszination ein, die sonst von Preston/Child-B&#252;chern ausgeht. Sicher, leidlich spannend und stilistisch gut geschrieben ist auch &#8220;Cult&#8221;. Insofern hebt es sich immer noch wohltuend vom sonstigen Einheitsbrei im Thriller/Krimi-Genre ab. Aber verglichen mit anderen Gemeinschafts- oder Einzelwerken von Douglas Preston und Lincoln Child f&#228;llt &#8220;Cult&#8221; ab.</p>
<p>Das liegt auch daran, dass Sereinheld Special-Agent Pendergast diesmal seltsam blass bleibt. Leser, die ihn nicht bereits aus anderen Romanen kennen, d&#252;rften Schwierigkeiten haben, ein klares Bild von ihm zu erhalten.</p>
<p>Es geht um eine dubiose religi&#246;se Gemeinschaft mitten in Manhattan, die im Verdacht steht, grausame Zeremonien abzuhalten, in deren Verlauf Tiere abgeschlachtet werden. Au&#223;erdem sollen sie mittels Voodoo-Zauber Zombies erschaffen haben, die mehrere Menschen t&#246;ten.</p>
<p>Muss man nicht unbedingt gelesen haben.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br />
Douglas Preston/Lincoln Child: Cult.<br />
Droemer/Knaur, Jaunuar 2010.<br />
500 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.</p>
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		<title>Lesbar gemacht. &#220;ber die Neu&#252;bersetzung des Simplicissimus.</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:09:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hedoniker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Belletristik: Klassisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Laufe seines Studiums der Komparatistik galt es f&#252;r den Rezensenten dereinst, eine Lekt&#252;repr&#252;fung abzulegen. Auf der Liste der zu lesenden B&#252;cher befand sich auch „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“, der barocke Romankoloss, der in vielen B&#252;cherregalen zu finden war, zumeist aber in jungfr&#228;ulicher, d.h. ungelesener Gestalt. Eine erste, kurze Begegnung hatte man bereits im Geschichtsunterricht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.eichborn.de/typo3temp/pics/1e8aeee8bd.jpg" alt="Cover" />Im Laufe seines Studiums der Komparatistik galt es f&#252;r den Rezensenten dereinst, eine Lekt&#252;repr&#252;fung abzulegen. Auf der Liste der zu lesenden B&#252;cher befand sich auch „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“, der barocke Romankoloss, der in vielen B&#252;cherregalen zu finden war, zumeist aber in jungfr&#228;ulicher, d.h. ungelesener Gestalt. Eine erste, kurze Begegnung hatte man bereits im Geschichtsunterricht, in dem die Szene des &#220;berfalls auf den Hof der (vermeintlichen) Eltern exemplarisch f&#252;r die Schrecken des Drei&#223;igj&#228;hrigen Krieges stand. Man wusste also, was ein „Schwedentrunk“ ist, mehr vom Inhalt kannte der Rezensent damals nicht. Nun galt es also, die Lekt&#252;re zu vollziehen. Damals kannte man das Wort prokrastinieren nicht, lie&#223; sich aber nicht davon abhalten, es trotzdem zu tun. Kurzum, der Tag der Lekt&#252;repr&#252;fung r&#252;ckte n&#228;her und man erkannte, dass „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ mitnichten mal eben schnell noch zu lesen war. Nicht nur, weil er doch eine beachtliche L&#228;nge hat. Die Sprache war es, welche die Lekt&#252;re durchaus z&#228;h und langwierig machte.<br />
<em>„Es er&#246;ffnet sich zu dieser unserer Zeit (von welcher man glaubt, da&#223; es die letzte sei) unter geringen Leuten eine Sucht, in der die Patienten, wenn sie daran krank liegen, und so viel zusammen geraspelt und erschachert haben, da&#223; sie neben ein paar Hellern im Beutel ein n&#228;rrisches Kleid auf die neue Mode mit tausenderlei seidenen B&#228;ndern antragen k&#246;nnen, oder sonst etwa durch Gl&#252;cksfall mannhaft und bekannt worden, gleich ritterm&#228;&#223;ige Herren und adelige Personen von uraltem Geschlecht sein wollen; da sich doch oft befindet, da&#223; ihre Voreltern Tagl&#246;hner, Karchelzieher und Lasttr&#228;ger; ihre Vettern Eseltreiber; ihre Br&#252;der B&#252;ttel und Schergen; ihre Schwestern Huren; ihre M&#252;tter Kupplerinnen oder gar Hexen; und in Summa ihr ganzes Geschlecht von allen 32 Anichen her also besudelt und befleckt gewesen, als des Zuckerbastels Zunft zu Prag immer sein m&#246;gen; ja sie, diese neuen Nobilisten, sind oft selbst so schwarz, als wenn sie in Guinea geboren und erzogen w&#228;ren worden.“</em><br />
So lautet der erste Absatz und gleichsam auch der erste Satz. Nachdem man dieses Satzunget&#252;m f&#252;r sich geordnet hatte, blieb noch zu kl&#228;ren, was <em>Karchelzieher</em> (Karrenzieher) und <em>Anichen</em> (Ahnen) sind und was sich hinter <em>Zuckerbastels Zunft</em> verbirgt (Prager Diebesbande).</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn, die Lekt&#252;re war nicht mehr zu schaffen und Spa&#223; daran hatte man auch nicht. Also schaute man in Kindlers Literaturlexikon, merkte sich ein paar inhaltliche Aspekte und Deutungsm&#246;glichkeiten und hoffte, dies w&#252;rde f&#252;r die Lekt&#252;repr&#252;fung reichen. Es reichte, was aber vor allem daran lag, dass die Diskussion &#252;ber „Effi Briest“ in die L&#228;nge gezogen wurde, so dass f&#252;r den Simplicissimus keine Zeit mehr blieb.</p>
<p>Dabei w&#228;re es vermutlich geblieben, wenn nicht Reinhard Kaiser eine &#220;bersetzung „Aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts“ vorgelegt h&#228;tte.<br />
Nun m&#246;gen Puristen die Frage stellen, ob eine &#220;bertragung in zeitgen&#246;ssisches Deutsch nicht eine Art Kapitulation sei. Eine Kapitulation davor, dass Literatur mitunter Anstrengung erfordert. Diese Frage stellt sich nie bei &#220;bersetzungen aus anderen Sprachen. Durch (gelungene) Neu&#252;bersetzungen beginnen literarische Werke wieder zu funkeln. &#220;bersetzungen sind immer auch Ausdruck des Geistes der jeweiligen Epoche. Um vieles &#228;rmer w&#228;re die Literaturlandschaft, wenn wir nur die Tieck’schen Shakespeare&#252;bersetzungen h&#228;tten und auf die &#220;bersetzungen von Erich Fried oder Wolf Biermann verzichten m&#252;ssten.<br />
Die literarische &#220;bersetzung ist ein Mittel,<span id="more-2053"></span> um Literatur lebendig zu halten, sie, wenn n&#246;tig, aus einem erstarrten Gebilde  zu neuem Leben zu erwecken.</p>
<p>Den Simplicissimus einer breiten Leserschaft zug&#228;nglich zu machen, ist ein Unterfangen, das man nicht genug loben kann.<br />
Reinhard Kaiser, ehemaliger Lektor, Autor und &#220;bersetzer u.a. von Susan Sontag, H.D. Lawrence und Sylvia Plath, ist es gelungen, diesen gewaltigen Roman (wieder oder neu) lesbar zu machen, ohne ihm etwas von seiner Vielschichtigkeit, seinen Mehrdeutigkeiten und seiner Komik zu nehmen. Die neue Sprache passt sich behutsam dem Original an, sie biedert sich nicht dem heutigen Leser an.<br />
Er &#252;bersetzt Worte, die verloren <!--more-->gingen und er ersetzt Worte, deren Bedeutung sich im Laufe der Jahrhunderte ver&#228;nderten (im Nachwort f&#252;hrt Kaiser als Beispiel „etliche“ an, damals „einige wenige“, heute „sehr viele“).</p>
<p>Um die Qualit&#228;t der &#220;bersetzung beurteilen zu k&#246;nnen, reicht es, eine beliebige Stelle mit der des Originals zu vergleichen (es empfiehlt sich grunds&#228;tzlich, begleitend das eine oder andere Kapitel des Originals parallel zu lesen) .</p>
<p><em>„Als ich dergestalt mit einem Teller in der Hand vor der Tafel aufwartete, und in meinem Gem&#252;t von allerhand Tauben und merklichen Gedanken geplagt wurde, lie&#223; mich mein Bauch auch nicht zufrieden, er kurret und murret ohn Unterla&#223;, und gab dadurch zu verstehen, da&#223; Bursch in ihm vorhanden w&#228;ren, die in freie Luft begehrten; ich gedacht, mir von dem ungeheuren Ger&#252;mpel abzuhelfen, den Pa&#223; zu &#246;ffnen, und mich dabei meiner Kunst zu bedienen, die mich erst die vorig Nacht mein Kamerad gelehret hatte; solchem Unterricht zufolg hub ich das linke Bein samt dem Schenkel in alle H&#246;he auf, dr&#252;ckte von allen Kr&#228;ften was ich konnte, und wollte meinen Spruch ›Je pète‹ zugleich dreimal heimlich sagen; als aber der ungeheure Gespan, der zum Hintern hinauswischte, wider mein Verhoffen so greulich t&#246;nete, wu&#223;te ich vor Schrecken nit mehr was ich t&#228;te,[…].“</em> (1. Buch, 31. Kapitel)</p>
<p>Bei Kaiser liest sich die Stelle wie folgt:</p>
<p><em>„W&#228;hrend ich so mit einem Teller in der Hand vor der Tafel aufwartete und mir der Kopf brummte von allerlei qu&#228;lenden Phantasien und seltsamen Gedanken, lie&#223; mich auch mein bauch nicht in Ruhe. Er rumorte ohne Unterlass und gab dadurch zu verstehen, dass Burschen in ihm w&#228;ren, die an die frische Luft wollten. Ich beschloss, mich dieses ungeheuren Gerumpels zu entledigen, den &#220;bergang zu &#246;ffnen und dabei jene Kunst anzuwenden, die mich mein Kamerad erst am Abend vorher gelehrt hatte. Also hob ich das linke Bein samt dem Schenkel, so hoch ich konnte, dr&#252;ckte mit aller Kraft und wollte dazu meinen Spruch Je Pète dreimal leise vor mich hin sagen. Doch als der ungeheure Kamerad, der mir zum Hintern hinauswischte, wider Erwarten gr&#228;ulich laut daherkam, wusste ich vor Schreck nicht mehr, was ich tat.“</em><br />
Im Original besteht dieser Absatz aus einem einzigen Satz, der zudem noch etwa denselben Umfang nochmals aufweist. Kaiser hat dem Text Struktur gegeben, indem er ordnende Abs&#228;tze einf&#252;gt und Bandwurms&#228;tze sinnvoll trennt. Der Text wird gegl&#228;ttet, ohne glatt zu werden.<br />
Denn glatt ist sie nicht, die Geschichte des Melchior Sternfels von Fuchshaim, die Christoffel von Grimmelshausen unter dem Namen German Schleifheim von Sulsfort (ein Anagram seines Namens) im Jahr 1668 (datiert 1669) ver&#246;ffentlichte.</p>
<p>Schon &#252;ber die Einordnung des Romans herrscht Uneinigkeit. Gemeinhin als Schelmenroman bezeichnet, greift dies zu kurz. „Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch“ vereint zahlreiche Lesarten in sich. Er ist sowohl Schelmen- als auch Abenteuerroman, er entwirft in Andeutungen eine gesellschaftliche Utopie. Als ethisch- moralische Lehrst&#252;ck ist der ebenso lesbar wie noch immer zutreffend. Die Aufz&#228;hlung lie&#223;e sich noch um Kriegs- bzw. Antikriegsroman, Reisebericht oder Gesellschaftssatire erg&#228;nzen. Im letzten Teil findet sich die thematische Vorwegnahme des „Robinson Crusoe“.</p>
<p>Das Nachwort gibt einen &#220;berblick &#252;ber die autobiografischen Elemente, die Grimmelshausen in den Roman einflie&#223;en lie&#223;. Aus den Anmerkungen lassen sich die Quellen, auf die der Autor zugriff, herauslesen. Besonderes einflussreich war Tommaso Garzonis „Piazza universale“ aus dem Jahr 1585. Viele Details entstammen dem 1619 unter dem Titel „Allgemeiner Schauplatz aller Kunst, Professionen und Handwercken“ auf Deutsch erschienenen Werk, dass ein Schl&#252;sselwerk zum Verst&#228;ndnis der Epoche ist und dessen Neu&#252;bersetzung, ganz nebenbei, w&#252;rdiger Teil der Anderen Bibliothek w&#228;re.</p>
<p>Die Anmerkungen sind sparsam eingesetzt, sie st&#246;ren den Lesefluss nicht. Darin liegt wiederum eine Qualit&#228;t der &#220;bersetzung, weil vieles aus dem Text selbstverst&#228;ndlich wird und die Anmerkungen ‚nur’ noch erg&#228;nzen. Aus der eingangs erw&#228;hnten „Zuckerbastels Zunft“ wird das erkl&#228;rende „Zuckerbastels Diebeszunft“. Die Anmerkung weist die Quelle dazu aus.</p>
<p>Und so k&#246;nnen wir uns an der Lekt&#252;re eines der prallsten Romane der deutschen Literatur erfreuen.<br />
Neben all den Deutungsm&#246;glichkeiten und Lesarten ist es auch ein wunderbarer Schm&#246;ker, in dem es ordentlich rummst und knallt, dem nichts Menschliches fremd ist, der wunderbar komisch, grausam, nachdenklich und spannend zugleich ist. Dies alles in eine w&#252;rdige neue Sprachform gebracht zu haben ist das Verdienst von Reinhard Kaiser und macht dieses Buch zu einem literarischen Ereignis.</p>
<p>Hans Jacob Christoffel Grimmelshausen<br />
Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch<br />
Aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts von Reinhard Kaiser<br />
768 Seiten<br />
49.95 Euro, 79.00 sFr<br />
Eichborn<br />
ISBN:9783821847696</p>
<p>Die Originalpassagen sind &#252;bernommen aus dem <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=982&amp;kapitel=142&amp;cHash=e03ca2dbda2#gb_found">Projekt Gutenberg</a></p>
<p>Tommaso Garzoni, Piazza universale bei <a href="http://books.google.de/books?id=3q0iAAAAMAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;dq=Tommaso+Garzoni+piazza+universale&amp;source=bl&amp;ots=JKQYLvBHLm&amp;sig=v7NnsZskOvQd-UPHBm61TsKpYik&amp;hl=de&amp;ei=fuqUS-DXL4G5_Qa05smBDQ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=1&amp;ved=0CAYQ6AEwAA#v=onepage&amp;q=&amp;f=false">Google Books</a>.</p>
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		<title>Die Alligatorpapiere gibt es jetzt im Print!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane  Geldmacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik: Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Alligatorpapiere sind in den Print gegangen. N&#228;heres zu dem Magazin f&#252;r Kriminalliteratur, herausgegeben von Alfred Miersch und Thomas Przybilka, gibt es &#8211; bei den >>>Alligatorpapieren. Eine Ausgabe kostet sechsfuffzich, kann man abonnieren. 
Aus dem Inhalt:
Die Befragung: Bruno Morchio
(Von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka)
Guillermo Martínez: Portr&#228;t und Interview
(Von Doris Wieser)
V Congreso de Novela y Cine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Alligatorpapiere sind in den Print gegangen. N&#228;heres zu dem Magazin f&#252;r Kriminalliteratur, herausgegeben von Alfred Miersch und Thomas Przybilka, gibt es &#8211; bei den <a href="http://www.alligatorpapiere.de/aktuell.html">>>>Alligatorpapieren.</a> Eine Ausgabe kostet sechsfuffzich, kann man abonnieren. </p>
<p><strong>Aus dem Inhalt:</p>
<p></strong>Die Befragung: Bruno Morchio<br />
(Von <strong>Gisela Lehmer-Kerkloh</strong> und <strong>Thomas Przybilka</strong>)<br />
Guillermo Martínez: Portr&#228;t und Interview<br />
(Von <strong>Doris Wieser</strong>)<br />
V Congreso de Novela y Cine Negro<br />
(Von <strong>Doris Wieser</strong>)<br />
Frank G&#246;hre. Chronist der alten Bundesrepublik<br />
(Von <strong>Elfriede M&#252;ller</strong>)<br />
Feldmanns Schusswechsel. Regionalkrimis<br />
(Von <strong>Joachim Feldmann</strong>)<br />
Memento mori<br />
Nekrolog f&#252;r das Jahr 2009/10<br />
Stuart Kaminsky: Just a Midlist-Author<br />
(Von <strong>Jan Christian Schmidt</strong>)<br />
Der verwickelbare Schn&#252;ffler. &#220;ber Robert B. Parker<br />
(Von <strong>Thomas Klingenmaier</strong>)<br />
Abgesang auf eine sterbendes Krimijahr.<br />
(Von <strong>Jan Christian Schmidt</strong>)<br />
Krimipreise in Deutschland: Die Preistr&#228;gerInnen 2009/10<br />
Krimi-Tipp No. 53.<br />
<strong>Thomas Przybilkas</strong> Informationen zur Sekund&#228;rliteratur</p>
<p>Alligatorpapiere [Print]<br />
Magazin zur Kriminalliteratur<br />
Herausgegeben von Alfred Miersch &#038; Thomas Przybilka.<br />
76 Seiten, Format 20,3 x 14,5 cm<br />
2010; EUR 6,50</p>
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		</item>
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		<title>Wie man Prosa schreibt.</title>
		<link>http://blog.literaturwelt.de/archiv/wie-man-prosa-schreibt/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane  Geldmacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeweils zehn Regeln von verschiedenen Autoren gibts beim guardian, u.a. von Elmore Leonard, Margaret Atwood, Roddy Doyle, Richard Ford, PD James, AL Kennedy etc. Via >>> Axel Bussmers Kriminalakte.  
Beispiel Roddy Doyle:
1 Do not place a photograph of your favourite author on your desk, especially if the author is one of the famous ones [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeweils zehn Regeln von verschiedenen Autoren gibts beim <a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/feb/20/ten-rules-for-writing-fiction-part-one">guardian,</a> u.a. von Elmore Leonard, Margaret Atwood, Roddy Doyle, Richard Ford, PD James, AL Kennedy etc. Via <a href="http://kriminalakte.wordpress.com/2010/02/22/autoren-geben-tipps-zum-schreiben/">>>> Axel Bussmers Kriminalakte.</a>  </p>
<p>Beispiel Roddy Doyle:<br />
<em>1 Do not place a photograph of your favourite author on your desk, especially if the author is one of the famous ones who committed suicide.<br />
</em></p>
<p>Auf die heikle Prokrastinationsfrage geht allerdings keiner ein. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>F&#252;hren ohne Chefs</title>
		<link>http://blog.literaturwelt.de/archiv/fuehren-ohne-chefs/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 16:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Immo Sennewald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.literaturwelt.de/archiv/fuehren-ohne-chefs/</guid>
		<description><![CDATA[
&#8220;Die Buchkritik” am 15.2.2010 auf SWR 2 befasst sich mit Niels Pfl&#228;gings Buch ”Die 12 neuen Gesetze der F&#252;hrung &#8211; Der Kodex: Warum Management verzichtbar ist”. Pfl&#228;ging: »Wer seine Mitarbeiter bewusst oder unbewusst auf Hierarchie ausrichtet, erntet B&#252;rokratie, Erstarrung und innere K&#252;ndigung. Das nennen wir Management. Wessen Unternehmen schneller, flexibler und robuster werden soll, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.campus.de/cover_300dpi/9783593389981.jpg" height=400 wigth=300; alt="F&#252;hren ohne Chefs" /></p>
<p><a href="http://tinyurl.com/ygbqv5b">&#8220;Die Buchkritik” am 15.2.2010 auf SWR 2 </a>befasst sich mit Niels Pfl&#228;gings Buch ”Die 12 neuen Gesetze der F&#252;hrung &#8211; Der Kodex: Warum Management verzichtbar ist”. Pfl&#228;ging: »Wer seine Mitarbeiter bewusst oder unbewusst auf Hierarchie ausrichtet, erntet B&#252;rokratie, Erstarrung und innere K&#252;ndigung. Das nennen wir Management. Wessen Unternehmen schneller, flexibler und robuster werden soll, der muss seine Mitarbeiter auf die Kunden, also den Markt ausrichten.«<br />
Es geht aber um mehr: um das Menschenbild, das die Wirtschaft &#8211; und damit die wichtigste Sph&#228;re menschlichen Handelns &#8211; k&#252;nftig bestimmt.<br />
Wer sich etwas tiefer auf Gef&#252;hle, Konflikte, Strategien als Grundprobleme von F&#252;hrung einlassen mag: &#8220;Der menschliche Kosmos&#8221;, 2006 bei Salier in Leipzig erschienen, bietet reichlich Stoff f&#252;r fruchtbaren Diskurs, ebenso &#8220;Machtwechsel im Management&#8221; von Uwe Renald M&#252;ller (Haufe 1997), das Buch wurde 1998 mit dem &#8220;Global Business Book Award&#8221; ausgezeichnet.</p>
<p>Da ich gerade mal wieder in China bin: Wir veranstalten hier wirklich keine akademischen Flohknackereien. Das &#220;berleben der Menschheit h&#228;ngt nicht von Klimatologen, Astrologen, Politikern und anderen Schattierungen alter Hierarchen und ihrer Medizinm&#228;nner ab, sondern vom Konfliktmanagement. Dabei sind Helden sehr, sehr kontraproduktiv. Demokratie ist allerdings weniger gut verk&#228;uflich f&#252;r das massenhafte Unterhaltungsbed&#252;rfnis, das ohne Helden nicht auskommen mag. An dieser Stelle f&#228;ngt es an, schwierig zu werden &#8230; Es artet wom&#246;glich in Arbeit aus.<br />
Aber wo steht geschrieben, dass Arbeit keinen Spa&#223; machen darf?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lincoln Child: Nullpunkt</title>
		<link>http://blog.literaturwelt.de/archiv/lincoln-child-nullpunkt/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 19:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schröter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer nicht die ganz gro&#223;e Literatur sucht, sondern einen spannenden Thriller f&#252;r die Entspannung nach Feierabend auf dem Sofa, der ist bei Lincoln Child richtig.
Der 52-j&#228;hrige amerikanischen Autor schreibt seine B&#252;cher zumeist gemeinsam mit Douglas Preston, allerdings sind auch die Einzel-Romane der beiden gut lesbar, wie „W&#228;chter der Tiefe“ von Child oder „Credo“ von Preston [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schreib-lust.de/images/3805208820.jpg" alt="Lincoln Child »Nullpunkt«" title="Lincoln Child: »Nullpunkt«" width="155" height="244" img align="right" style="margin-left: 1em"/>Wer nicht die ganz gro&#223;e Literatur sucht, sondern einen spannenden Thriller f&#252;r die Entspannung nach Feierabend auf dem Sofa, der ist bei Lincoln Child richtig.</p>
<p>Der 52-j&#228;hrige amerikanischen Autor schreibt seine B&#252;cher zumeist gemeinsam mit Douglas Preston, allerdings sind auch die Einzel-Romane der beiden gut lesbar, wie „W&#228;chter der Tiefe“ von Child oder „Credo“ von Preston im vorigen Jahr.</p>
<p>In Lincoln Childs neuestem erst vor ein paar Tagen auf Deutsch erschienenen Werk „Nullpunkt“ geht es um ein Urzeit-Monster, das im ewigen Eis gefunden und aus Versehen aufgetaut wird. Dann macht es sich – h&#246;chst lebendig – auf einen f&#252;rchterlichen Vernichtungs-Feldzug.</p>
<p>Zugegeben: Das h&#246;rt sich nach Schund pur an, ist aber gut lesbar, weil Lincoln Child sein Handwerk stilistisch und vom Handlungssaufbau her versteht.</p>
<p>„Nullpunkt“ versetzt den Leser sehr passend zum aktuellen Wetter in eine eisige arktische Atmosph&#228;re. Die klaustrophobische, angsteinfl&#246;&#223;ende Lage der M&#228;nner und Frauen in einer abgelegenen Basis wird beim Lesen greifbar. Da wirkt nichts gestelzt oder h&#246;lzern, wie so oft bei anderen Autoren aus den seichteren literarischen Genres.</p>
<p>Ein Charakteristikum bei Lincoln Child und Douglas Preston ist au&#223;erdem, dass sie selbst abstruseste Geschehnisse immer versuchen, wissenschaftlich zu erkl&#228;ren. So sind ihre B&#252;cher eine best&#228;ndige Gratwanderung zwischen Horror und Wissenschafts-Thriller: Das grauenerregende Eis-Monster wurde eben schockgefroren, deshalb hat es tausende von Jahren im Eis &#252;berlebt. Und es war damals eine Sackgasse der Evolution. So einfach ist das. Insgesamt empfehlenswert.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Lincoln Child: Nullpunkt.<br />
Wunderlich, Januar 2010.<br />
397 Seiten, Hardcover, 19,95 Euro.</p>
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		<title>Erleuchtungen &#252;ber den Hecht</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Immo Sennewald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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Einer PRESSEMITTEILUNG des Leibniz-Instituts f&#252;r Gew&#228;sser&#246;kologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin mit dem zugeh&#246;rigen Foto von Andreas Hartl entnommen:
&#8220;In der Berufswelt gibt es viele Strategien, um zum Ziel zu gelangen. W&#228;hrend sich die einen durch Best&#228;ndigkeit behaupten, trumpfen andere mit ihrem Charisma auf. Bis jetzt ist weitgehend ungekl&#228;rt, ob auch bei niederen Wirbeltieren, wie Fischen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.fv-berlin.de/pm_archiv/2010/Foto/Hechte_Andreas_Hartl.jpg" alt="Hechte von Andreas Hartl fotografiert"; height=250; width=350/></p>
<p>Einer <a href=" http://www.fv-berlin.de/pm_archiv/2010/06-faulpelz.html"><strong>PRESSEMITTEILUNG des Leibniz-Instituts f&#252;r Gew&#228;sser&#246;kologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin</strong></a> mit dem zugeh&#246;rigen Foto von <strong>Andreas Hartl</strong> entnommen:</p>
<p>&#8220;In der Berufswelt gibt es viele Strategien, um zum Ziel zu gelangen. W&#228;hrend sich die einen durch Best&#228;ndigkeit behaupten, trumpfen andere mit ihrem Charisma auf. Bis jetzt ist weitgehend ungekl&#228;rt, ob auch bei niederen Wirbeltieren, wie Fischen, unterschiedliche Verhaltensweisen innerhalb einer Art vergleichbare Folgen f&#252;r das &#220;berleben und den Fortpflanzungserfolg haben. Forscher am Leibniz-Institut f&#252;r Gew&#228;sser&#246;kologie und Binnenfischerei (IGB) haben nun herausgefunden, dass der Raubfisch Hecht in der Lage ist, bei mangelndem Nahrungsangebot alte Gewohnheiten aufzugeben. Ein Team von Freilandfisch&#246;kologen beobachtete drei unterschiedliche Verhaltenstypen innerhalb einer Hechtpopulation in einem Brandenburger See. Sowohl „faules“ Verhalten als auch eine „draufg&#228;ngerische“ Lebensweise f&#252;hrten zu &#228;hnlichem K&#246;rperwachstum der einzelnen Individuen. Ver&#228;nderliche Lebensweisen sind ein Schl&#252;sselprinzip, mit dem Fische auf steigende innerartliche Konkurrenz reagieren und so ihr &#220;berleben sichern. &#8230; &#8221;<br />
Darauf habe ich mir erlaubt zu antworten:<br />
&#8220;Vielen Dank f&#252;r Ihre unterhaltsame Mitteilung. Erlauben Sie mir die Vermutung, dass den jeweiligen Umgebungen angepasste &#8220;Temperamente&#8221; schlicht &#252;berlebensnotwendig und insofern bei praktisch allen Lebewesen zu finden sind. Sie sollten nur mal sehen, wie aus einer eben noch lethargisch wirkenden Schildkr&#246;te beim Sex ein echter Draufg&#228;nger wird! Noch schlimmer sind Schleimpilze (Eumycetozoa, auch Myxomyceta genannt), die sich nach monatelangem Individualismus innerhalb weniger Stunden zu selbstlosen Kollektivbestandteilen wandeln.<br />
Selbst ich werde manchmal zum rasenden Berserker, obwohl mich meine Umgebung gemeinhin (seit fast 60 Jahren!) eher als konflikt- und l&#228;rmscheuen Friedfisch wahrnimmt.<br />
Mich freut, dass nun auch der Hecht als das erkannt wird, f&#252;r was ihn viele schon lange gehalten haben: als toller, weil anpassungsf&#228;higer Hecht.<br />
Er braucht nichtmal einen Karpfenteich, um gro&#223; in Form zu kommen. Das ist wirklich ein Grund zur Freude.&#8221;</p>
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		<title>Copykill &#8211; ein Gossenroman</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 16:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Immo Sennewald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fr&#228;ulein Hegemann, 17-j&#228;hrige Nymphoman-Selbstdarstellerin wird als Plagiatorin ”enttarnt”, was ihr nix ausmacht, weil’s alle machen. Klar: um Literatur geht’s nicht, nur ums Auffallen. ”B&#252;rgerschreck” l&#228;sst sich am besten vermarkten, wenn Sex, Drugs und f&#228;kale- bzw. genitale Gossensprache von pubertierenden Lolitas in Druck gegeben werden und – durch die Feuilletons gepeitscht – ordentlich Kohle bringen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/uploads/2010/02/buendnisa.jpg"><img src="http://blog.literaturwelt.de/wp-content/uploads/2010/02/buendnisa.jpg" alt="" title="Sex, Drugs, Gossensprache" width="257" height="257" class="alignleft size-full wp-image-2016" /></a></p>
<p>Fr&#228;ulein Hegemann, 17-j&#228;hrige Nymphoman-Selbstdarstellerin wird als Plagiatorin ”enttarnt”, was ihr nix ausmacht, weil’s alle machen. Klar: um Literatur geht’s nicht, nur ums Auffallen. ”B&#252;rgerschreck” l&#228;sst sich am besten vermarkten, wenn Sex, Drugs und f&#228;kale- bzw. genitale Gossensprache von pubertierenden Lolitas in Druck gegeben werden und – durch die Feuilletons gepeitscht – ordentlich Kohle bringen. Der plagiierte Blogger, von dem vorher niemand Notiz nahm, darf auf eine nette Geste des Ullstein-Verlags hoffen, der ihm nun von dem Kuchen der ertappten Abschreiberin ein St&#252;ckchen abschneidet.<br />
Die Medien leben von diesen Stories – auch ”Spiegel”, ”S&#252;ddeutsche”, FAZ, taz, ”Zeit” … Das zum Ritual geh&#246;rige Wehgeschrei &#252;ber die Sittenverderbnis der Jugend hat Gott sei Dank den Kanon der Weltliteratur ebensowenig beeinflusst wie alle Moden und Spektakel. Bedauerlich ist, dass den Werten dieses Kanons kaum Platz in der Erziehung zukommt. Das dr&#252;ckt sich dann in Gewalt- und Drogenexzessen der ”Unterschicht” ebenso aus, wie im Verhalten asozialer Geldmaschinenbetreiber. Vorw&#228;rts in die Feuchtgebiete, vorw&#228;rts in die n&#228;chste Schlammschlacht! Hauptsache, die Quote stimmt!</p>
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		<title>Je gr&#246;&#223;er die Gewalt, desto kleiner die Blutstropfen</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 09:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane  Geldmacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik: Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ja, so kann man einen hochintelligenten Ratgeber schreiben! Er hei&#223;t „Von Arsen bis Zielfahndung. Das aktuelle Handbuch f&#252;r Krimiautorinnen und Neugierige“ und die beste Nachricht ist, dass er aus deutscher Feder stammt: der der Autoren Manfred B&#252;ttner und Christine Lehmann. Er ist auf deutsche Verh&#228;ltnisse zugeschnitten:  Es geht um die deutsche Polizei, deutsche Leichenschauh&#228;user, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.argument.de/bilder/arsenx.jpg" alt="Handbuch f&#252;r Krimiautorinnen und Neugierige" /></p>
<p>Ja, so kann man einen hochintelligenten Ratgeber schreiben! Er hei&#223;t <a href="http://www.argument.de/ak/arsen-handbuch.html">„Von Arsen bis Zielfahndung. Das aktuelle Handbuch f&#252;r Krimiautorinnen und Neugierige“</a> und die beste Nachricht ist, dass er aus deutscher Feder stammt: der der Autoren Manfred B&#252;ttner und Christine Lehmann. Er ist auf deutsche Verh&#228;ltnisse zugeschnitten:  Es geht um die deutsche Polizei, deutsche Leichenschauh&#228;user, das deutsche Strafgesetzbuch. Daf&#252;r kann man den beiden Autoren gar nicht dankbar genug sein. Vergn&#252;glich zu lesen ist es au&#223;erdem, nicht nur wegen etlicher schneidender Kommentare, die so manchen schlecht recherchierenden Krimiautor ernstlich zusammenzucken lassen d&#252;rften, sondern auch wegen der launigen Krimiskizzen, die Christine Lehmann mit leichter Hand dazwischen gestreut hat und die den KollegInnen veranschaulichen: So geht’s – nachgewiesenerma&#223;en &#8211; nicht.</p>
<p>Der Ratgeber ist eine kurzweilig zu lesende Mixtur aus fiktionalen Elementen („<em>Fanny Fuchs ist dicht davor aufzugeben. Einen gesunden Ehemann Mitte F&#252;nfzig umzubringen, ist verdammt schwierig…</em>“),  Informationen („<em>Die historisch aus der bundesdeutschen Bahnpolizei und dem Bundesgrenzschutz zusammengef&#252;hrte Bundespolizei ist mit rund 40 000 Besch&#228;ftigten (Bundespolizei 2009) im Alltag deutlich pr&#228;senter als im Krimigeschehen…</em>“) und erhellenden Ausz&#252;gen aus Gesetzestexten (<em>„Richtlinien f&#252;r das Straf- und Bu&#223;geldverfahren Abschn. I Nr 3. I: Der Staatsanwalt soll in bedeutsamen oder in rechtlich oder tats&#228;chlich schwierigen F&#228;llen den Sachverhalt vom ersten Zugriff an selbst aufkl&#228;ren, namentlich den Tatort selbst besichtigen, die Beschuldigten und die wichtigsten Zeugen selbst vernehmen…“ </em>).</p>
<p>Einziger Wermutstropfen: Es gibt kein Register. Sollte es zu einer weiteren Auflage kommen, w&#228;re ein solches w&#252;nschenswert, zum Nachschlagen all jener Begriffe, die nicht explizit im Inhaltsverzeichnis aufgef&#252;hrt sind.  </p>
<p>Alle KrimiautorInnen, die  Ermittlerkrimis schreiben, sollten dieses Buch im Regal stehen haben. Und die anderen auch. Frei nach dem Motto: Krimiautoren <em>k&#246;nnen</em> sachliche Fehler machen, aber sie <em>m&#252;ssen</em> nicht:  Es hei&#223;t Observation, nicht Observierung, Vernehmung, nicht Verh&#246;r, Durchsuchungsbeschluss, nicht Durchsuchungsbefehl. </p>
<p><a href="http://www.lehmann-christine.de/">>>>Hier</a> geht es zu der Webseite der Autorin und es gibt ein Interview von <a href="http://mord-und-buch.de/">>>>Kirsten Reimers</a> mit den Autoren im <a href="http://www.titel-magazin.de/artikel/6655.html">>>>Titel-Magazin. </a></p>
<p>B&#252;ttner, Manfred / Lehmann, Christine: Von Arsen bis Zielfahndung, Das aktuelle Handbuch f&#252;r Krimiautorinnen und Neugierige, Ariadne (Leit) Faden  2009-10, 238 Seiten, Preis: 16.90 EUR</p>
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		<title>Mann der Einheit</title>
		<link>http://blog.literaturwelt.de/archiv/mann-der-einheit/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 17:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JosefBordat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wilfried Hagemann &#252;ber das Leben, Werk und Wirken des Bischof Klaus Hemmerle
Von M&#228;nnern der Kirche w&#252;nscht man sich die sichtbare Einheit von Leben und Lehre. Sie sollen sagen, was sie tun, und tun, was sie sagen. Man w&#252;nscht sich au&#223;erdem, dass sie die Einheit der Christen bef&#246;rdern, denn nur in dieser Einheit ist das Zentrum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wilfried Hagemann &#252;ber das Leben, Werk und Wirken des Bischof Klaus Hemmerle</em></p>
<p>Von M&#228;nnern der Kirche w&#252;nscht man sich die sichtbare Einheit von Leben und Lehre. Sie sollen sagen, was sie tun, und tun, was sie sagen. Man w&#252;nscht sich au&#223;erdem, dass sie die Einheit der Christen bef&#246;rdern, denn nur in dieser Einheit ist das Zentrum des Glaubens erkennbar – der eine Gott und der eine Herr. Und wenn sie schlie&#223;lich noch die Menschen in ihrem Wirkbereich , seien es Christen, Anders- oder Nichtgl&#228;ubige, zu kleinen Schritten auf dem Weg zueinander bef&#228;higen und auf das Ziel der Einheit orientieren, dann kann man wohl von einer gelungener Nachfolge Christi sprechen. Oder schlicht von einem „guten Priester“. Klaus Hemmerle (1929-1994), ab 1975 Bischof von Aachen, war so ein Priester.</p>
<p>Hemmerles langj&#228;hriger Freund Wilfried Hagemann macht mit dem im Echter-Verlag erschienenen Buch „Verliebt in Gottes Wort“ dieses Leben in und f&#252;r die Kirche einem breiten Publikum zug&#228;nglich. Die Biographie verdeutlicht anhand wichtiger Lebensstationen und Wirkungsst&#228;tten die Entwicklung des theologischen Denkens eines der gro&#223;en deutschen Bisch&#246;fe des 20. Jahrhunderts. Seine Bedeutung f&#252;r die &#214;kumene und die &#246;kumenisch orientierte Fokolarbewegung, die kaum zu &#252;bersch&#228;tzen ist, kommen dabei ebenso zur Sprache wie die pastorale Arbeit in seinem Bistum Aachen, die bleibende Spuren hinterlie&#223; und weit &#252;ber die Di&#246;zese hinauswirkte.</p>
<p>Da Hemmerles Denken untrennbar mit der Erfahrungswelt seines Lebens verkn&#252;pft ist und die theologischen und ekklesiologischen Impulse, die er als Bischof gab, sich zumeist unmittelbar aus den Begegnungen mit Menschen motivierten, ist diese klassische Darstellungsform, ein chronologischer Durchgang „von der Wiege bis zur Bahre“, durchaus geeignet, uns nicht nur den Menschen, sondern auch den Theologen und Kirchenmann nahe zu bringen.</p>
<p>Sein Leben ist so reich an Stationen und Erfahrungen, dass die Biographie in viele kleine Abschnitte gegliedert werden musste, um den Leser mitzunehmen. Hagemann sorgt daf&#252;r, dass er mitkommt und Schritt halten kann mit dem Tempo des h&#246;hepunktereichen Lebens – man k&#246;nnte steile Karriere sagen, w&#252;sste man nicht genau, dass es Hemmerle daran am allerwenigsten lag. Kindheit, Berufung, Studium, Priesterweihe, Gr&#252;ndungsdirektor der Katholischen Akademie, Habilitation, Benennung zum geistlichen Direktor des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Professor, Bischof, die Rolle im Dialog mit anderen christlichen Konfessionen und dem Judentum, die Beziehung zu Chiara Lubich, Gr&#252;nderin der Fokolarbewegung, Vollendung – das sind die Stationen und H&#246;hepunkte des Lebens von Klaus Hemmerle, aus dem stets Bescheidenheit und Bodenst&#228;ndigkeit sprachen.</p>
<p>Hagemann f&#252;llt die Lebensabschnitte mit Daten und Anekdoten. Er referiert sehr behutsam aus Hemmerles Kindheit und Jugend in den schweren Kriegsjahren, als sich – Hemmerle ist 15 Jahre alt – seine Berufung erstmals offenbart. Hagemann pr&#228;sentiert tiefgr&#252;ndige Texte aus dem Nachlass des Bischofs und viele Stellungnahmen von Kollegen, Weggef&#228;hrten und Freunden. Er hat keine M&#252;hen gescheut, sie ausfindig zu machen und zu befragen. Gerade von diesen Original-Statements lebt die Biographie. Die sehr pers&#246;nlichen Meinungen erhellen das Bild Klaus Hemmerles und geben andererseits Einblick in die Rezeption dieses bedeutenden Mannes, die sehr stark von den Eindr&#252;cken pers&#246;nlicher Begegnung und Beziehung gepr&#228;gt ist. Es wird schnell klar: Hemmerle war ein Mann, der die Einheit suchte – die seines Bistums, die der Kirche und die der Menschen. Diesen Anspruch entwickelt er sowohl im Rahmen der pastoralen Alltagsarbeit als auch entlang seiner Schriften.</p>
<p>Hagemann f&#252;hrt kompetent in die nicht immer ganz einfache Theologie Hemmerles ein. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Kontext Hemmerles Beziehung zur Fokolarbewegung, deren Bischofsgruppe er ebenso gr&#252;ndete wie er die Anfangsjahre des Studienzentrums „Scuola Abbà“ inspirierte. Mit Chiara Lubich befand er sich in einem intensiven theologischen Diskurs, getragen von gegenseitiger Liebe – Hagemann nennt es treffend „Weggemeinschaft“. Im Zentrum von Austausch und Beziehung steht der „verlassene Jesus“, der am Kreuz Leid und Heil vereinigt und den Menschen damit zur Gotteserfahrung bef&#228;higt.</p>
<p>Obgleich schon der Text selbst immer wieder mit einschl&#228;gigen Materialien erg&#228;nzt wird, stellt Hagemann in einem sehr reichhaltigen Apparat noch einige Originaldokumente zur Verf&#252;gung. Verschiedene Anh&#228;nge – ein tabellarischer Lebenslauf Hemmerles, eine umfassende Bibliographie mit ver&#246;ffentlichten und unver&#246;ffentlichten Texten von und &#252;ber Hemmerle sowie eine Liste der Gespr&#228;chspartner Hagemanns – runden die gelungene Biographie ab, der eine weite Verbreitung zu w&#252;nschen ist.</p>
<p>Bibliographische Daten:</p>
<p>Wilfried Hagemann: Verliebt in Gottes Wort. Leben, Denken und Wirken von Klaus Hemmerle, Bischof von Aachen<br />
W&#252;rzburg: Echter (2008)<br />
ISBN-10: 3429030528<br />
ISBN-13: 978-3429030520<br />
317 Seiten, EUR 14,80</p>
<p>Josef Bordat</p>
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