Freitag, 13.10.2006 | 17:26 Uhr

Autor: molosovsky

Groß-Trailer im SZ-Magazin: Deutschlandreise mit Krausser und Rauch

Das nenn ich eine schöne Web-Gemme. Da jubel ich gern für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, in dessen heutiger Nummer eine 7 Webseiten lange Vorschau auf Helmut Kraussers und Neo Rauchs »Deutschlandreise« zu finden ist. Schade nur, daß die Abbildung der schönen Gemälde von Rauch so klein sind (Details-Entschlüsseln gerät zum Ratespiel) Aber dennoch: solche exquisiten Sächelchen würd ich gern öfter im deutschen Web finden.

Ganz nebenbei: dieses Genre des ›im eigenen Land herumreisens‹ erlebt in den letzten Jahren ja eine erfreuliche Renaissance.

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Ein Kommentar

  1. Hotel Monopol Says:

    Alexander Wall

    Hotel Monopol
    Roman

    Die Kneipe wird hier zum Mikrokosmos der Welt. Bevölkert von skurrilen Gestalten und einem Besitzer, dessen Improvisation alle Fäden zusammenhält.

    Ein Café in einer norddeutschen Großstadt. Doch es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Café, in dem Schüler vormittags ihre Stunden schwänzen. Inmitten des Rotlichtmilieus gelegen, zieht es all die enthemmten, verrückten und manchmal auch gefährlichen Gestalten aus der Nachbarschaft an. Sie greifen in das Leben des Betreibers ein, als ob es ihr eigenes wäre.

    Der Café-Alltag wird bestimmt von ersten Gehversuchen organisationsunfähiger Köche, spontanen 1950er-Jahre-Musikveranstaltungen unterm Lampenschirm, kleinen und größeren Betrügereien und natürlich einer unglücklichen Liebe. Caspar, der Besitzer und Erzähler, begegnet dem mit viel Alkohol, gelegentlich anderen Drogen, einer ordentlichen Portion Schnodderigkeit und gelassener Nachsicht. Walls Roman erzählt von Gescheiterten und Gestrandeten, die gelernt haben, die Widrigkeiten des Lebens selbst dann noch zu meistern, wenn ihre Lage aussichtslos erscheint.

    »Hotel Monopol« ist direkter als andere Kneipenromane und häufig so schmutzig wie seine Umgebung. Mal witzig, mal erotisch, aber immer überraschend verlaufen die großen und kleinen Geschichten, die Alexander Wall zu einem großen, nicht mehr ganz fleckenlosen Teppich verwebt. Ein bemerkenswertes Debüt.

    Die Presse

    „Ganz leichten Fußes führt Alexander Wall den Leser durch sein wohlig müffelndes und erschreckend lebendiges Panoptikum, in dem wenig Platz für Großzügigkeit und lange Kreditlinien bleibt: Abrechnungstag ist hier täglich.“
    (Welt am Sonntag, 1.10.2006)

    Reihe
    Popliteratur
    Ausstattung
    Hardcover
    Umfang
    208 Seiten
    Format
    13 x 19,5 cm
    Erscheinungsdatum
    Oktober 2006
    Preis
    14,90 EUR
    ISBN
    3931555828

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