Donnerstag, 10.11.2005 | 20:56 Uhr

Autor: Oliver Gassner

Friedrich W. Block: Lautpoesie, digitale Poesie und visuelle Poesie

IMG_3017

Beispiel 1. Bibeltext (Genesis) wird in Morse-und Gencode umgesetzt, Baketrien implantiert, mutieren lassen, extrahiert und in Text rückübersetzt.

Beispiel 2: Selbstreplizierendes Programm unter Unix.

Beispiel 3: Bild und dessen digitale basis werden abwechselnd in einem Videospiegel dargestellt.

Beispiel 4: IO von F. W. Block: Digit-ales Alphabet, Fotoarbeit

Beispiel 5: Page/ Poem: Fläche und Fläche mit Hebung und Senkung. Bzw. „PRTHVI“. (Schwelle zur Visuellen Poesie.)

***
Visuelle Poesie
* ? Gattmeier „Code“ 54679 (licht)
* brasilianisches Symbolgedicht
* Thomas Schmidt: Schreibmaschinengedicht, Instruktion, in welcher Reihenfolge Schreibmaschinentasten anzuschlagen sind. (60er)
* Buch mit Bindenschrift steht unter Strom.
* ‚Lippentypographie‘. (Jandl, Bestiarium, Grenze Lautpoesie)

***
Lautpoesie

* graphische Partitur Jandl ‚innerlich‘ 1975
* „a_____________________________….“ Rühm: „so lange wie möglich“
* Griechische Buchstaben drücken ‚Sonderlaute‘ wie Schrachen und Furzen aus, „Lettrismus“
* Raoul Hausmann, „fmsbwtözäu…“, zufällige Griffe in den Setzkasten
* Kurt Schwitters, Ursonate, „fümms bö wö…“
* Zaumi (?), transrationale Sprache, Krutschonych(?)

Auftritt: Valeri Scherstjanoi, Skribentismus

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2 Kommentare

  1. Friedrich Block Says:

    Nur ein paar kleine Korrekturen und Ergänzungen:

    Beispiel 1: „Genesis“ von Eduardo Kac
    http://www.ekac.org

    Beispiel 2: Ascii Forkbomb von Jaromil

    Beispiel 3: Digital-Analog-Spiegel von Andreas Müller-Pohle

    Beispiel 5: von André Vallias

    Das Gedicht „code“, das das Wort Licht in Zahlen ausdrückt ist von Heinz Gappmayr

    Das intersemiotische Gedicht, das Sprache durch geometrische Formen verschlüsselt ist von Décio Pignatari

    Thomas Schmidt heißt Tomas Schmit

    Das Buch der Berührungsängste (in Blindenschrift unter Strom) ist von Timm Ulrichs

    die „Lippentypographie“ ist ein Film von Eku Wand,

    das lettristische Alphabet stammt von Isidore Isou

    Zaumi ist nicht Zaumi sonder „Zaum“ oder „Sa-Um“: das Konzept einer transrationalen Sprache im russischen Futurismus.

  2. Prof. Eku Wand Says:

    Mein hier mit „Lippentypografie“ bezeichneter Animationsfilm aus dem Jahr 1989 heisst im Original „Gedichte von Ernst Jandl“ und ist im Internet zu finden unter:
    http://www.medienkunstnetz.de/werke/gedichte-von-jandl/

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