Donnerstag, 17.10.2019

Autor: Immo Sennewald

Alexander Grau: Politischer Kitsch – eine deutsche Spezialität

Den Begriff “Kitsch” gibt es wahrscheinlich erst seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, unsicher ist, ob er Lehnwort aus der Sprache der Roma, sicher, dass er als Lehnwort aus dem Deutschen ins Englische, Französische, Türkische, Griechische übernommen wurde. Der Artikel in der “Wikipedia” bietet Beispiele und Indizien, aber Kitsch präzise zu definieren gelang ebenso wenig, wie Dinge aus der Welt zu schaffen, die ihm zugerechnet werden. Alexander Grau, promovierter Philosoph und freier Publizist, widmet dem Phänomen – insbesondere seiner politischen und speziell der deutschen Spielart – einen Essay, den ich mit Vergnügen gelesen habe und weiterempfehle.

Ohne den kenntnisreichen und klug argumentierenden Text verkürzen zu können, drängten sich zwei Gedanken vor: Kitsch ist keineswegs harmlos, und es wird ihn geben, solange Menschen Dominanz- und Herdenimpulsen folgen, also auch noch dann, wenn Außerirdische auf die Überreste unserer Zivilisation stoßen. Vielleicht können sie klären, ob und inwieweit politischer Kitsch für deren Untergang ursächlich war.

Alexander Graus geistesgeschichtlichen Überlegungen zufolge gab es Kitsch schon in sehr frühen Kulturen, er hängt eng mit Religionen zusammen. Das ist nicht verwunderlich, denn in Auseinandersetzungen um die Macht gab und gibt es immer eine materielle und eine informelle Dimension; Kitsch hat einige Qualitäten, die ihn zum kommunikativen Kitt in Kollektiven prädestinieren. Wem es gelingt, einen Kultgegenstand, ein Ritual, eine Person, ein Ereignis im allgemeinen Bewusstsein zu überhöhen, als mehr erscheinen zu lassen, als es wirklich ist, also sich und anderen eine sinngebende, kollektive Bedeutsamkeit vorzutäuschen, wem das gelingt, der erlangt damit informelle Macht. Hat er Erfolg, kann er genügend Anhänger emotional an den (Kitsch-)Kult binden, wird er seine Deutungshoheit befestigen. Auch wenn die harte Realität ihn einmal widerlegt, muss das nicht Konsens und Konformität zerstören; es bedarf dazu katastrophalen Scheiterns, selbst das überlebt der Kitsch meist.

Das liegt zweifellos am Bedürfnis des Einzelnen, sich im Kollektiv geborgen zu fühlen: Die Familie, die Herde, die Organisation versprechen Schutz, Zusammenhalt, Teilhabe auch an materieller Macht – um den Preis konformen Verhaltens und Denkens. Alexander Grau sieht im Kitsch ein hochinfektiöses Pathogen, „insbesondere in Zeiten starker Veränderungen und Verunsicherung, wenn die Menschen anfällig sind für alles, was Geborgenheit verspricht, Nestwärme und Sicherheit.“

Von der säkularen Ausprägung des Politkitschs nach der Französischen Revolution, von seinen ebenso pompösen wie lächerlichen Wandlungen im 19. Jahrhundert, kommt der Autor zu den totalitären Systemen des Faschismus und Kommunismus; in beiden wird der Kitsch allgegenwärtig, sakrosankt – und wer kritische Fragen stellt, wird zum Feind, den es zu isolieren, zu bestrafen, zu vernichten gilt. Er zitiert Milan Kundera: „Unter diesem Gesichtspunkt kann man den sogenanten Gulag als Klärgrube betrachten, in die der totalitäre Kitsch seinen Abfall wirft.“

Sowohl der faschistische wie der antifaschistische und kommunistische Kitsch haben die Zusammenbrüche der jeweiligen Systeme trotz Millionen Menschenopfern gut überstanden, sie leben mit ihren Phrasen, Parolen, Symbolen, Ritualen in Erlösungsgeschichten für die jeweilige Gefolgschaft fort. Alexander Grau nennt ihn an der Realität gescheitert, nicht ohne im „absoluten Kitsch“, im „Traum von der totalen Versöhnung der Welt“, wiedergeboren zu werden – als der „Leitideologie spätbürgerlicher Gesellschaften“.

Das letzte Kapitel widmet er der „deutschen Spezialität“, und es ist amüsant, wie der auf Rationalität bedachte und der Gefühligkeit abholde Autor seinem Abscheu darüber Luft macht. Ich verstehe ihn gut. Insbesondere der „absolute Kitsch“ ist in seinen politischen, medialen, ästhetischen Auftritten schwer erträglich – aber noch gefährdet es nicht das Leben des Einzelnen, sich ihm mit Mut zu selbständigem Denken, scharfen Argumenten, beißendem Witz zu widersetzen. Nicht wenige wagen es. Das ist in China, in Russland, im Herrschaftsbereich von Gottesstaaten und sonstigen Diktaturen anders. Dort blüht der Kitsch, Gegenwehr kann tödlich sein. Er blüht auch in supranationalen Politbürokratien wie UN und EU. Ein verfasster politischer Wille, ihm den Garaus zu machen, ist schlechterdings nicht vorstellbar, zumal in den Subkulturen des Internets der Nachwuchs üppig gedeiht.

„Il faut cultiver notre jardin“, lässt Voltaire, der Aufklärer, am Schluss des Romans „Candide“ den gescheiterten Philosophen Pangloss sagen. Kitschfreie Bündnisse der Vernunft zwischen Naturwissenschaftlern, Künstlern, sogar manchen Politikern und Leuten, die „Was mit Medien“ machen, sind dabei immerhin noch möglich. In der „Blogosphäre“ zum Beispiel.

Alexander Grau „Politischer Kitsch“, Claudius Verlag, gebundene Ausgabe 128 Seiten, 14 €

Dienstag, 15.10.2019

Autor: Andreas Schröter

Darren McGarvey: Armutssafari

Darren McGarvey: Armutssafari«Darren McGarvey, geboren 1984, ist in einem Glasgower Problemviertel in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen. Seine psychisch kranke sowie alkohol- und drogensüchtige Mutter hat ihn schwer vernachlässigt. Der Autor beschreibt unter anderem, wie sie ihn zum Zigaretten holen in einem heftigen Sturm nach draußen schickt und sich dann gemeinsam mit ihrem Lover auf dem Balkon darüber schieflacht, wie der kleine Darren fast wegfliegt und Todesangst aussteht.

Wenn so jemand ein Buch über die Unterschicht schreibt, ist das per se glaubwürdiger, als wenn es ein Professor tut, der in gut behüteten Kreisen aufgewachsen ist.

„Armutssafari“ von Darren McGarvey, der auch als Rapper Loki bekannt ist, ist allerdings kein Roman. Es ist eine Mischung aus Autobiographie und soziologischen beziehungsweise sozialpsychologischen Überlegungen. Seine Kernbotschaft: Nicht nur die äußeren Umstände sind es, die die Menschen in die Armut und das Elend treiben, sondern auch ihre innere Einstellung, die durch jahrelanges Leben in den immergleichen Kreisen entstanden ist. McGarvey beschreibt anhand seiner eigenen Biographie, wie er sich selbst durch eine Änderung seiner Einstellungen zu einem besseren Leben verholfen hat.

Aber auch, was der äußere Einfluss angeht, laufe nicht alles optimal für die Unterschicht: Viele staatliche Hilfsprogramme würden ins Leere laufen, weil die Zielgruppe oft einfach keine Lust habe, an irgendwelchen Theaterprojekten teilzunehmen – manchmal wolle sie nur einen schlichten Raum zum Treffen.

„Armutssafari“ ist nicht immer einfach zu lesen. Die theoretischen Passagen sind stellenweise langatmig und redundant geschrieben und enthalten viele Fremdworte, die man auch dann nachschlagen muss, wenn man eine höhere Schulbildung hat.

Das Buch war in Großbritannien ein Bestseller und wurde mit dem Orwell Prize 2018 ausgezeichnet.
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Darren McGarvey: Armutssafari.
Luchterhand, August 2019.
320 Seiten, Taschenbuch, 15,00 Euro.

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Freitag, 11.10.2019

Autor: Andreas Schröter

Fabian Hischmann: Alle wollen was erleben

Fabian Hischmann: Alle wollen was erleben«Wenn man es positiv sehen will: Der deutsche Schriftsteller Fabian Hischmann, geboren 1983, trifft in den Stories seiner Sammlung „Alle wollen was erleben“ sicherlich das Lebensgefühl einer jüngeren Generation – mit Unsicherheiten und auch Enttäuschungen in der Partnerschaft, die auch gleichgeschlechtlich sein kann, oder Planungen für die noch unklare Zukunft. Hischmanns Figuren sind in der Regel unsicher und leiden an ihrer Gegenwart – wie Sophie, die früher ein Junge war, sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat und nun unglücklich in ihren Schulfreund Simon verliebt ist. Oder wie Lukas und Roman, die als Paar gemeinsam einen Jungen erziehen, sich der unqualifizierten Kommentare von Romans Mutter erwehren müssen und dann (seltsamerweise und etwas unpassend) in einen Nachbarschaftsstreit geraten. Oder wie ein von seiner Frau verlassener, einsamer Bäcker, der im Radio vom Tod Charles Mansons erfährt.

Hischmann habe eine leise Sprache, heißt es im Klappentext. Das mag stimmen, doch daraus ergibt sich zugleich die Kehrseite dieses Buches. Es wirkt gelegentlich etwas spannungsarm, ja, manchmal sogar lasch. Im Grunde passiert den Figuren nie etwas wirklich Dramatisches. Die Geschichten plätschern vor sich hin, und man hat fast den Eindruck, die eine oder andere sei ein wenig banal.

Weil Hischmann mit vielem Ungesagten – den sogenannten Leerstellen – arbeitet, ist man erstens gezwungen, sehr konzentriert zu lesen, zweitens bemüht, den tieferen Sinn zwischen den Zeilen zu suchen. Diese Suche führt jedoch nicht in jedem Fall zum Erfolg.

Eine weitere Folge des so knapp gehaltenen Stils ist, dass der Leser die Figuren nicht wirklich kennenlernt. Sie bleiben diffus und nebulös. Die Handlung wirkt in einigen Fällen dahingeworfen, ihr roter Faden ist nur sehr lose. Insgesamt kein dringender Lesetipp!
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Fabian Hischmann: Alle wollen was erleben.
Berlin Verlag, August 2019.
176 Seiten, Gebundene Ausgabe, 18,00 Euro.

Donnerstag, 05.09.2019

Autor: Andreas Schröter

Drago Jancar: Wenn die Liebe ruht

Drago Jancar: Wenn die Liebe ruht«Der sehr lesenswerte Roman „Wenn die Liebe ruht“ des 1948 geborenen slowenischen Autors Drago Jancar spielt in einer düsteren Zeit: der slowenischen Besatzung durch die Nazis während des Zweiten Weltkriegs. Sonja macht sich in Maribor an den Nazi-Kollaborateur Ludwig heran – mit dem Ziel, ihren Geliebten Valentin, der als Partisan gilt, aus der Haft zu befreien.

Obwohl das gelingt, steht allen drei Hauptfiguren keine rosige Zukunft bevor. Der Roman begleitet sie über die nächsten dunklen Jahre bis ins Jahr 1946 hinein, wenn der Nazi-Terror schon seit einem Jahr vorbei ist.

Jancar zeigt sehr anschaulich, wie die äußeren Umstände zu einer Verrohung der Menschen führen. Das setzt sich auch in Friedenszeiten fort. Positiv ist, dass die Figuren nicht nur abgrundtief böse oder durchweg gut dargestellt werden. Jancar gelingt ein sehr anschauliches Portrait von einer Handvoll eigentlich ganz normaler Menschen, die in alptraumhaften Zeiten überleben müssen.
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Drago Jancar: Wenn die Liebe ruht.
Paul Zsolnay Verlag, Juli 2019.
400 Seiten, Gebundene Ausgabe, 25,00 Euro.

Sonntag, 01.09.2019

Autor: Andreas Schröter

Peter Keglevic: Wolfsegg

Peter Keglevic: Wolfsegg«Wuchtig, intensiv und hochspannend – das ist der neue Roman des österreichischen Autors Peter Keglevic: „Wolfsegg“. In einem Kaff irgendwo in den Bergen trägt die 15-jährige Agnes eine schwere Last. Weil die Mutter krebskrank und der Vater oft tagelang ohne Erklärung außer Haus ist, muss sich die Jugendliche um die beiden jüngeren Geschwister kümmern und die Tiere auf dem elterlichen Hof versorgen. In dem Betrieb, in dem sie eine Lehre macht, stellt ihr der Chef nach.

Schon früh deutet der Roman an, dass in der Vergangenheit etwas Traumatisches vorgefallen sein muss, das in Richtung Vergewaltigung geht und mit einem Kinderheim zu tun hat. Dort hat seit vielen Jahren eine sadistische Matrone das Sagen.

Für Agnes verschärft sich die Lage, als beide Eltern ums Leben kommen und sie nun endgültig alleinverantwortlich ist. Ihr Ziel ist es, um jeden Preis dafür zu sorgen, dass ihre beiden jüngeren Geschwister nicht in das Kinderheim müssen, in dem sie selbst so Schreckliches erlebt hat. Agnes ist wild entschlossen, für dieses Ziel bis zum Äußersten zu gehen.

Keglevic gelingt es hervorragend, die teils klaustrophobische, hinterwälderische, freudlose und durch die Bergwelt erdrückende Atmosphäre einzufangen, in der die Handlung spielt. Die Menschen, die dort leben, misstrauen sich, sind engstirnig und glauben an Gerüchte. Zur atmosphärischen Dichte des Romans tragen auch Naturbeschreibungen bei.

In der Vorankündigung heißt es, der Text habe eine geradezu „alttestamentarische Wucht“ – etwas, dem man unbedingt zustimmen kann. Würde man die Handlung aus der Bergwelt in das Amerika des 19. Jahrhunderts versetzen, könnte man sich gut einen epischen Rachewestern mit Clint Eastwood vorstellen.

Peter Keglevic ist als Autor 2017 mit seinem ebenfalls hervorragenden Debütroman „Ich war Hitlers Trauzeuge“ bekannt geworden.
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Peter Keglevic: Wolfsegg.
Penguin, August 2019.
320 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Montag, 26.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Per Petterson: Männer in meiner Lage

Per Petterson: Männer in meiner Lage«Arvid, der Ich-Erzähler, wird von seiner Frau verlassen, die auch die drei gemeinsamen Töchter mitnimmt. Außerdem sterben Arvids Eltern und einer seiner Brüder bei einem Schiffsbrand. In der Folge schlittert der Ich-Erzähler in eine tiefe Krise.

Per Pettersons Roman bietet gleich Mehreres auf, das das Lesen durchaus erschweren kann: durchgängige Tristesse, so gut wie keine Handlung, Bandwurmsätze, ständige Rückblenden, die nicht zu datieren sind, und ein seltsames Springen zu immer neuen Themen. Auf Seite 50 etwa geht es um flatternde Gebetsfahnen in Nepal, weiße Leoparden, Alkohol, einen dänischen Möbelschreiner und vieles mehr. Nicht empfehlenswert.
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Per Petterson: Männer in meiner Lage.
Hanser, August 2019.
288 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Sonntag, 25.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Tommy Wieringa: Santa Rita

Tommy Wieringa: Santa Rita«In seinem Roman „Santa Rita“ beschreibt der niederländische Autor Tommy Wieringa das triste Leben in einem Kaff an der deutsch-niederländischen Grenze. Hauptfigur Paul pflegt seinen alten Vater und handelt mit militärischen Hinterlassenschaften. Auch Neonazis sind seine Kunden. Pauls einziger Freund Hedwiges ist ein menschenscheuer Sonderling, der sich in seinem Haus verschanzt. Aber auch für Paul bieten die regelmäßigen Kneipengänge und die gelegentlichen Besuche im Puff die einzigen Abwechslungen. Der Titel des Romans bezieht sich auf den Namen einer der Prostituierten – sie kümmert sich wie die heilige Rita von Cascia um die aussichtslosen Fälle.

Es gelingt Wieringa recht gut, die freudlose, langweilige, beklemmende und zuweilen aggressive Atmosphäre in diesem Dorf einzufangen. Kehrseite der Medaille: Auch der Roman selbst wirkt dadurch etwas eintönig. Keine der handelnden Personen ist ein Sympathieträger, sodass es für den Leser kaum Identifikationspotenzial gibt. Auf Dauer wird die Lektüre dadurch etwas zäh.
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Tommy Wieringa: Santa Rita.
Hanser, August 2019.
304 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Samstag, 24.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder

Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder«Einen herausragenden Coming-Of-Age-Roman liefert der französische Schriftsteller Nicolas Mathieu mit seinem Werk „Wie später ihre Kinder“. Er schildert darin das Heranwachsen von einigen Jugendlichen im fiktiven französischen Städtchen Heillange. Seit dort das einst florierende Stahlwerk geschlossen hat, leben die Menschen in einer hoffnungslosen, tristen Region – so auch Anthony, dessen Vater aggressiv ist und Alkoholprobleme hat, oder Hacine, der aus einer marokkanischen Einwandererfamilie stammt, sich langweilt und mit Drogen dealt.

Doch auch wenn ihnen die Welt, in der sie leben, keine gute Basis bietet, wollen diese Jugendlichen doch all das, was fast alle männlichen Teenager wollen: Mädchen kennenlernen, sich amüsieren und einen fahrbaren Untersatz haben – nur dass alles, was damit zusammenhängt, in Heillange erheblich rauer abläuft als anderswo, inklusive roher Gewalt und Kriminalität …

Nicolas Mathieu, der für diesen Roman mit dem Prix Goncourt 2018 ausgezeichnet worden ist, begleitet die Jugendlichen über sechs Jahre hinweg: von 1992 bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998. In dieser Zeit hat der Leser mehrmals Gelegenheit, seine Sympathien oder Antipathien für einzelne Figuren zu wechseln – und gerade das macht diesen Roman so gut: Keine der Figuren ist nur gut oder nur böse. Mathieu ist weit entfernt von Schwarz-Weiß-Malerei. Er setzt auf die Zwischentöne. Das gibt seinem Buch einen glaubwürdigen, gut nachvollziehbaren psychologischen Tiefgang, der weit über das französische Niemandsland hinausreicht: Solche Jugendlichen gibt‘s überall. Insgesamt sehr empfehlenswert!
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Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder.
Hanser, Juli 2019.
448 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,00 Euro.

Freitag, 23.08.2019

Autor: oliverg

Video Review: Uwe Hauck – Deperession abzugeben

Freitag, 23.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Ocean Vuong: Auf Erden sind wir kurz grandios

Ocean Vuong: Auf Erden sind wir kurz grandios«Ocean Vuong, ein 1988 geborener amerikanischer Autor mit vietnamesischen Wurzeln, legt in seinem ersten Roman „Auf Erden sind wir kurz grandios“ einen enorm intensiven und emotionalen Roman vor.

Darin beschreibt er sein Leben in ärmlichen Verhältnissen – mit rabiater Großmutter und schizophrener Mutter, die weder Englisch noch lesen und schreiben kann. Der Ich-Erzähler ist nicht nur wegen seiner Herkunft ein Außenseiter – er ist es auch, weil er schmächtig, klein und homosexuell ist. Seine Liebe zu dem derben Trevor bildet den zweiten Teil dieses Romans.

Der Text weist enorm starke Stellen auf – zum Beispiel wenn Mutter Rose im Nagelstudio einen Fuß massiert, den es gar nicht mehr gibt, weil er längst amputiert worden ist, oder wenn sie im Supermarkt schauspielerisch darzustellen versucht, dass sie einen Ochsenschwanz kaufen möchte, oder wenn sich Trevor und der Ich-Erzähler im Heu bei der Tabak-Ernte langsam näher kommen. Subthema ist immer auch der Vietnamkrieg.

Allerdings gibt‘s andererseits einigen Leerlauf, und es könnte Leser geben, denen die überbordende Emotionalität in diesem Buch etwas zu viel wird und sie sie – besonders zum Ende hin – als überladen empfinden.

Anfangs muss man sich etwas hineinfinden in dieses ungewöhnliche Buch. Das liegt auch an der Art des Autors, seine Geschichte in kurzen Passagen zu erzählen, die besonders zu Beginn nicht immer in direktem Zusammenhang zueinander stehen. Das erfordert ein konzentriertes und langsames Lesen. Man kann dieses Buch keinesfalls am Strand oder irgendwo quasi nebenher konsumieren.

Man merkt in vielen Passagen, dass Ocean Vuong ursprünglich Lyriker ist. Für seine Gedichte wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt unter anderem mit dem Whiting Award for Poetry (2016) und dem T.S. Eliot Prize (2017).
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Ocean Vuong: Auf Erden sind wir kurz grandios.
Hanser Verlag, Juli 2019.
240 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Mittwoch, 21.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Katja Oskamp: Marzahn, mon amour: Geschichten einer Fußpflegerin

Katja Oskamp: Marzahn, mon amour«Katja Oskamp gehört zu den vielen Autorinnen, die vom Schreiben allein nicht leben können. Also muss sie zusätzlich einem (anderen) Job nachgehen. Die 49-jährige Berlinerin hat sich für die Fußpflege im Berliner Problemstadtteil Marzahn entschieden – und aus ihren Erlebnissen dabei ein wunderschönes Buch gemacht.

Es strahlt von der ersten bis zur letzten Seite eine enorme Herzenswärme und Liebe zu den Menschen aus, die sie besuchen. Da gibt‘s zum Beispiel jene Seniorinnen, die sich trotz körperlicher Gebrechen die gute Laune nicht verderben lassen, oder den etwas griesgrämigen ehemaligen DDR-Funktionär, der die Ich-Erzählerin rundheraus zum gemeinsamen Sex einlädt, oder Männer, die von der Ehefrau zwangsverpflichtet werden, zur Fußpflege zu gehen.

Auch auf ihre Kolleginnen und einen gemeinsamen Ausflug in ein Wellnessbad geht Katja Oskamp ein.

Ein sympathisches Buch, weil es das Positive in einem Stadtteil sieht, in dem bestimmt nicht alles rosarot ist.
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Katja Oskamp: Marzahn, mon amour: Geschichten einer Fußpflegerin.
Hanser Verlag, Juli 2019.
144 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,00 Euro.

Dienstag, 20.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Ian McEwan: Maschinen wie ich

Ian McEwan: Maschinen wie ich«Eine Dystopie schafft der britische Top-Autor Ian McEwan in seinem neuen Roman „Maschinen wie ich“. Er tut so, als seien die ersten künstlichen Menschen bereits in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts erfunden und zum Verkauf angeboten worden.

Charlie, der sich gerade in seine Nachbarin Miranda verliebt hat, kauft sich ein solches Exemplar – Adam heißt es passenderweise – und integriert es in seinen Haushalt. Adam lernt schnell, weil er auf sämtliches Wissen zugreifen kann, das in irgendwelchen Online-Datenbanken verfügbar ist. Von einem echten Menschen ist er bald nicht mehr zu unterscheiden. Schon bald hat er seinen Besitzer intellektuell und kräftemäßig überflügelt. Zu Problemen kommt es, als sich Adam ebenfalls in Miranda verliebt.

Ian McEwan, der 1948 geboren worden ist, packt sehr viel hinein in diesen Roman. Der Falkland-Krieg kommt genauso vor wie Margaret Thatcher, der Brexit sowie allerlei philosophische und literarische Anspielungen.

Die Kernfrage jedoch bleibt immer, ob ein Zusammenleben zwischen oft unlogisch handelnden Menschen und einer rein logisch denkenden Maschine überhaupt möglich ist. Ganz am Ende diskutieren einer der Schöpfer Adams und Charlie darüber, ob man einer solchen Maschine beibringen kann, in bestimmten Situationen zu lügen – wie es Menschen in aller Regel gleich mehrmals am Tag tun. Themen wie Moral, Schuld und Rache spielen eine große Rolle.

Bei aller stilistischen Brillanz, die auch dieser McEwan-Roman wieder verströmt, ist er womöglich doch gelegentlich etwas schwergängiger als frühere Werke. Ihm fehlt es an Leichtigkeit und Humor. Auch wirkt er mitunter überladen.

Es erschließt sich nicht immer, was genau McEwan mit seinen verschiedenen Ansätzen und Themen, die in seiner Dystopie vorkommen, überhaupt zum Ausdruck bringen will.

Ian McEwan: Maschinen wie ich.
Diogenes, Mai 2019.
416 Seiten, Gebundene Ausgabe, 25,00 Euro.

Montag, 19.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Chip Cheek: Tage in Cape May

Chip Cheek: Tage in Cape May«In Chip Cheeks Roman „Tage in Cape May“ verbringt ein etwas biederes Paar im Jahre 1957 seine Flitterwochen an der amerikanischen Ostküste. Es ist Spätsommer, viele Läden und Restaurants haben bereits geschlossen, und Effie und Henry langweilen sich. Als sie schon überlegen, die Reise vorzeitig abzubrechen, treffen sie auf das lebenslustige Paar Max und Clara sowie Max‘ Halbschwester Alma – und alles verändert sich: Die fünf neuen Freunde gehen gemeinsam segeln, sie feiern, spielen, betrinken sich und steigen zum Spaß in unbewohnte Nachbarhäuser ein. Doch dann beginnt Henry eine leidenschaftliche Affäre mit Alma, für die er sich jede Nacht aus dem Ehebett schleicht …

Chip Cheek, einem 1976 geborenen amerikanischen Schriftsteller, gelingt es seinem Debütroman, die unterschiedlichen Charaktere seiner fünf Hauptfiguren psychologisch glaubhaft einzufangen. Durch den gesamten Roman zieht sich eine erotische Atmosphäre, und auch die vielen Sexszenen gleiten keinesfalls ins Peinliche oder Platte ab.

Natürlich spielen im Subtext auch immer Fragen um Schuld und Moral eine Rolle – nach dem Motto: Wie kann man nur in den Flitterwochen seine frisch Angetraute nach Strich und Faden betrügen. Doch dem Autor gelingt das Kunststück, Henry nicht nur und ausschließlich als amoralischen Mann darzustellen, sondern sein Handeln für den Leser sogar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar zu machen – auch deshalb vielleicht, weil Ehefrau Effie mit täglichem Beten und ihrem Bestehen auf den sonntäglichen Kirchgang als etwas bigott dargestellt wird – Alma dagegen eher als Femme fatale, in die man(n) sich einfach verlieben muss.
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Chip Cheek: Tage in Cape May.
Blessing Verlag, Mai 2019.
336 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Sonntag, 18.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Jörg Fauser: Rohstoff

Jörg Fauser: Rohstoff«Jörg Fauser war eine Art Bürgerschreck und Kultautor der 80er-Jahre. Er sah sich selbst in der Tradition bekannter amerikanischer Beatnik-Autoren wie Jack Kerouac und William S. Burroughs, die auf bürgerliche Konventionen pfiffen und ihr Leben lieber den Drogen, dem Alkohol und der Liebe widmeten. Nun hat der Schweizer Diogenes-Verlag dankenswerterweise drei Bücher mit Werken Fausers wiederaufgelegt, eines Autors, der nur 43-jährig im Jahre 1987 beim Versuch starb, eine Autobahn im Vollrausch zu überqueren.

In „Rohstoff“, erstmals erschienen 1984, wendet er sich der Zeit um 1968 zu, die zumindest in den Großstädten durch die Studentenrevolte, die Kommune I, besetzte Häuser und das Aufkommen der RAF geprägt war. Fausers Protagonist Harry Geld, ein Alter Ego des Autors, bewegt sich stets am Rande dieser Szene, ohne selbst je im Mittelpunkt zu stehen. Dabei ist die Selbstironie ein gut funktionierendes Stilmittel, dessen sich der Autor durchgängig bedient. So lässt sich „Rohstoff“ auch als ein Bildungsroman des Scheiterns lesen – dem Scheitern beim Versuch ein anerkannter Schriftsteller zu werden, der mit dem Schreiben seine Brötchen verdient, dem Versuch, dauerhafte Beziehungen zu Frauen aufzubauen oder wenigstens einen adäquaten Job zu finden, solange das mit dem Schreiben verdiente Geld noch nicht reicht.

Und so erleben wir Fauser im Delirium, im Umgang mit Frauen, auf verquasten Lesungen, beim Versuch zu schreiben und auf schiefgehenden Gesprächen mit Verlegern, Arbeitgebern oder Fernsehleuten.

Das alles liest sich enorm kurzweilig und ist zugleich ein gutes Zeitdokument für die Zeit um 1968. Es zeigt die Handelnden aus großer Nähe.

Neben „Rohstoff“ sind zeitgleich Fausers Detektivkrimi „Das Schlangenmaul“ und „Rohstoff Elements“, eine Sammlung aus kürzeren Fauser-Texten und Gedichten, im Diogenes-Verlag erschienen.
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Jörg Fauser: Rohstoff (1984).
Diogenes, Mai 2019.
352 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,00 Euro.

Freitag, 16.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Raymond Queneau: Zazie in der Metro

Raymond Queneau: Zazie in der Metro«„Zazie in der Métro“ ist ein französischer Kultroman aus dem Jahre 1959. Autor Raymond Queneau arbeitet darin mit allerlei Wortschöpfungen, Wortspielen, Gossensprache, fehlerhafter Grammatik und Orthografie. Bereits das allererste Wort macht deutlich, wie es in diesem Roman zugeht: „Waschtinkndiso“ steht hier für „Was stinkt denn die so?“ Ein solches Werk in eine andere Sprache zu übertragen, dürfte für einen Übersetzer die Höchstschwierigkeitsstufe sein. Frank Heibert, der unter anderem auch die Werke von Richard Ford oder Don DeLillo ins Deutsche übertragen hat, hat sich an eine Neuübersetzung gewagt. Das Ergebnis wirkt frisch, zeitgemäß und ungeheuer witzig.

Die Handlung ist fast nebensächlich, weil die Sprache in diesem Roman das Wichtigste ist – passenderweise wiederholt Papagei Laverdu als Running Gag immerzu einen Satz, den er gelernt hat: „Du quatscht und quatscht, sonst hast du nichts zu bieten“.

Zazie, ein halbwüchsiges Früchtchen aus der Provinz, wird übers Wochenende bei ihrem Onkel Gabriel in Paris geparkt, damit die Mama sich in Ruhe mit ihrem Lover vergnügen kann. Problem: Zazie ist alles andere als ein ruhiges und vernünftiges Kind. Sie ist vielmehr eine Art französische Pippi Langstrumpf, die sehr zur Freude der Leser dieses Romans die Welt der Erwachsenen aufmischt.

So nutzt Zazie die erstbeste Gelegenheit, sich aus der Obhut ihres Onkels, der sein Geld als Transvestit in einem Varieté verdient, zu befreien. Was folgt, ist ein wilder, teils abstruser Ritt durch Paris, in der ein falscher Polizist, „Bludschins“, eine verliebte Witwe, eine Reisegruppe und jede Menge Alkohol eine Rolle spielen. Das Ganze ist – wie gesagt – nicht unbedingt logisch, aber enorm spaßig.

Und in dieser Fassung des Romans erreicht Zazie auch tatsächlich erstmals auf Deutsch ihr Ziel: einmal mit der Métro fahren. Das war ihr in der Übersetzung aus dem Jahre 1960 von Eugen Helmlé noch nicht vergönnt gewesen.
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Raymond Queneau: Zazie in der Metro (1959).
Suhrkamp, Mai 2019.
240 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,00 Euro.

Donnerstag, 15.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Joyce Carol Oates: Sieben Reisen in den Abgrund

Joyce Carol Oates: Sieben Reisen in den Abgrund«Die 1938 geborene amerikanische Autorin Joyce Carol Oates ist nicht nur eine Vielschreiberin, sondern auch in vielen unterschiedlichen Genres unterwegs. Eines davon ist Horror – so wie in ihrer jetzt endlich auch auf Deutsch erschienenen Geschichten-Sammlung „Sieben Reisen in den Abgrund“.

Darin kommen zwar keine übersinnlichen Mächte vor, aber die Autorin führt uns in derart alptraumhafte Situationen, dass man sich mitunter kaum traut weiterzublättern, oder nur dann, wenn rings um den Lesesessel alles hell erleuchtet ist.

In der ersten Geschichte, „Die Maisjungfer“, die auch titelgebend für die bereits 2011 erschienene amerikanische Originalausgabe war („The Corn Maiden“), entführt eine irre Jugendliche ein jüngeres Mädchen. Sie will es in Anlehnung an ein alles Ritual opfern. Schnell wird ein Lehrer verdächtigt, dafür verantwortlich zu sein.

Als Leser ist man nicht nur im Kopf der wahnsinnigen Täterin, sondern erlebt auch hautnah und über viele Seiten die Qualen der Mutter und des zu Unrecht verdächtigten Lehrers. Durch die totale Nähe zum Geschehen wird das zu einem äußerst intensiven Leseerlebnis.

In den sechs anderen Geschichten ist das kaum anders. Wir erleben die brutale Rache einer jungen Frau an ihrem Stiefvater, ein Zwillingsbruderpaar, bei dem der Stärkere den Schwächeren bereits im Mutterleib unterdrückt, Mordfantasien, grausame Operationen, die schiefgehen, und noch einiges mehr, das sich getrost ans düsterste Ende des menschlichen Zusammenlebens einordnen lässt.

Wer auf „Gothic Horror“ à la Poe steht und entsprechend hartgesotten ist, der wird an diesem Buch seine helle Freude haben. Es könnte andererseits aber auch Leser geben, die die letzte Seite als höchst willkommenes Licht am Ende eines extrem dunklen Tunnels sehen.
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Joyce Carol Oates: Sieben Reisen in den Abgrund.
Droemer, Mai 2019.
384 Seiten, Gebundene Ausgabe, 22,99 Euro.

Mittwoch, 14.08.2019

Autor: Andreas Schröter

Susanne Hasenstab: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Susanne Hasenstab: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus«Der 1984 geborenen deutschen Autorin Susanne Hasenstab ist mit „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ ein höchst unterhaltsamer Roman gelungen. Er nimmt sowohl die abstrusen Befindlichkeiten einer lokalen Möchtegern-Literatenszene aufs Korn als auch diejenigen, die mit Häuslekauf und Familienplanung allzu vorhersehbar durchs Leben schreiten.

Katja, die als Redaktionsassistentin bei einer Gratis-Zeitung arbeitet, wird von ihrem Freund Jonas von einer Hausbesichtigung zur nächsten geschleift. Sie folgt ihm nur widerwillig, schließlich weiß sie gar nicht, ob sie ihr Leben schon so früh festzurren will. Doch auch bei einer literarischen „Soiree“ ergeht es ihr nicht besser. Dort plustern sich allerlei Nichtskönner in ihrer ganzen gockelhaften Eitelkeit auf. Doch dann taucht der Krimi-Autor Robert auf …

Mit viel Situationskomik lässt Susanne Hasenstab ihre sympathische Heldin durch die diversen Begebenheiten schlittern. So entpuppt sich das „Tal der glücklichen Familie“ mit seinem zum Verkauf stehenden Haus bei genauerem Hinsehen eher als Horrorfilm-Kulisse. Empfehlenswert!
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Susanne Hasenstab: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus.
Limes, März 2019.
416 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

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